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Asylbewerber und FLÜCHTLINGE

Begleitung und Unterstützung von Asylsuchenden und Geflüchteten
in der Gemeinde Bollschweil

 
Die Zuwanderung von Geflüchteten nach Deutschland hat stark zugenommen. Die Kommunen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald werden in den nächsten Jahren zunehmend in die Pflicht genommen, Menschen mit Flucht-schicksal in ihren Gemeinden aufzunehmen. Neben der Herausforderung, eine menschenwürdige Unterbringung für die Personengruppe zu bieten, ist der sozialen Integration von Geflüchteten in das Gemeinwesen besondere Beachtung zu schenken.

Wertvolle Arbeit leistet hier der Arbeitskreis Integration der Lokalen Agenda Bollschweil 21.
 
Die Gemeinden Ballrechten-Dottingen, Bollschweil, Ebringen, Ehrenkirchen, Heitersheim, Münstertal, Pfaffenweiler und Schallstadt haben sich zudem im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit entschlossen, zusätzlich professionelles Personal (Sozialpädagogen/ Sozialarbeiter) für die Begleitung und Beratung der Geflüchteten über den Caritasverband Breisgau-Hochschwarzwald einzustellen.

Herr Geiger wird im Rahmen des „Pakts für Integration“ (Integrations-management, siehe unten) in Bollschweil (und in Ebringen) mit jeweils 40 % für zwei Jahre als Flüchtlingssozialarbeiter („Integrationsmanager“) ab Januar 2018 bei uns in der Gemeinde tätig sein.
 
Tätigkeitsprofil des Integrationsmanagements
 
Bei den Aufgaben einer Integrationsmanagerin bzw. eines Integrationsmanagers kann es sich insbesondere um folgende Tätigkeiten handeln:
  • Aufsuchende, niedrigschwellige und kultursensible Beratung
  • Sozialbegleitung durch Einzelfallhilfe zu allen Fragen des alltäglichen Lebens und zu Perspektiven in Baden-Württemberg
  • Erfassung und Zusammenführung von freiwillig zur Verfügung gestellten personenbezogenen Daten (insbesondere Sprachen, Berufe, Geschlecht, Interessen), z.B. zur Vermittlung in Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM)
  • Informationen über Integrationsangebote vor Ort und ggf. Weiterleitung an die Regeldienste
  • Auswertung bzw. Überprüfung sowie Fortschreibung der individuellen Integrationspläne in regelmäßigen Gesprächen
  • Heranführung an geeignete Angebote von Ehrenamtlichen; ggf. gezielte Koordination des Einsatzes von Ehrenamtlichen (auf den Einzelfall ausgerichtet)
  • Information und Heranführung der Geflüchteten an zivilgesellschaftliche Strukturen und Vereine
In Bollschweil leben derzeit 29 Asylbewerber und Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan,  Iran, Gambia und Nigeria.
Für 2018 rechnen wir mit einer Zuweisung von 24 Geflüchteten.

 

Auszug aus dem „Pakt für Integration“ als Hintergrundinformation:

Pakt für Integration zwischen dem Land Baden-Württemberg und
dem Landkreistag Baden-Württemberg, dem Städtetag Baden-Württemberg und
dem Gemeindetag Baden-Württemberg

Aus geflüchteten Menschen werden Mitbürgerinnen und Mitbürger

Mit dem Pakt für Integration tragen Land und Kommunen dem Umstand Rechnung, dass viele der jüngst nach Baden-Württemberg geflüchteten Menschen, die aufgrund ihrer Bleibeperspektive in die Anschlussunterbringung kommen, auf lange Sicht hier bleiben werden. Beide Seiten halten es für geboten, den Integrationsprozess dieser Menschen in der Anschlussunterbringung mit gezielten Maßnahmen zu unterstützen. Hierbei gehen die Partner des Paktes vom Leitsatz des „Förderns und Forderns“ aus. Erforderlich sind strukturierte
Maßnahmen, die in einer möglichst frühen Phase gezielt die Integration jedes Einzelnen einleiten.
Um die Kommunen hierbei zu unterstützen, stellt das Land für die Jahre 2017 und 2018 jeweils 160 Millionen Euro zur Verfügung. Mit jährlich 90 Millionen Euro werden die Kommunen über einen Integrationslastenausgleich (§ 29d Absatz 1 FAG) bei den Kosten der Anschlussunterbringung und Integration entlastet. Weitere 70 Millionen Euro fließen jeweils in den Jahren 2017 und 2018 in die mit diesem Pakt vereinbarten konkreten Integrationsförderprogramme und -maßnahmen vor Ort.

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