Gedenkstein Marie Luise Kaschnitz
Marie Luise Kaschnitz in Bollschweil Edition A.B.Fischer
Text: Bernd Erhard Fischer
Photographien: Angelika Fischer
13,5 x 21 cm, 32 Seiten Inhalt mit 42 Abbildungen in anspruchsvollem Duoton-Druck,
Umschlag aus farbigem Edelkarton und ein umgeklebtes Etikett mit Titel und Titelbild.
ISBN 978-3-937434-53-7,
Edition A•B•Fischer Berlin • www.edition-abfischer.de
7.80 Euro, im Rathaus erhältlich

In der Reihe „Menschen und Orte“ soeben erschienen:
Marie Luise Kaschnitz in Bollschweil

Selten hat eine Autorin derart souverän ihre ganz persönliche Welt, die Orte und Menschen ihres Lebens, ins Überzeitliche gestellt, wie die Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz.

1901 in eine preußisch-badische Offiziersfamilie hineingeboren, wurde sie zu einer sensiblen Zeitzeugin des 20. Jahrhunderts. Nach bemerkenswerten Erfolgen als Romanautorin, Erzählerin, Lyrikerin und Verfasserin von Hörspielen, wandte sie sich später der reflektierenden Prosa zu. In ihren kurzen Prosastücken, oft verdichteten Tagebuchaufzeichnungen, reagierte sie auf die immer komplexer werdende Welt und präparierte mit besonderem Blick die Substanz des Lebens heraus. Dabei wurde ihr das alte Familiengut Bollschweil bei Freiburg immer mehr zum geistigen Kraftzentrum. Zwar lebte sie viele Jahre an der Seite ihres Mannes, des Archäologen Guido Freiherr Kaschnitz von Weinberg, in der Mittelmeerregion. Doch kehrte sie immer wieder nach Bollschweil zurück, um dort zu schreiben und Bilanz zu ziehen.

Ganz ohne erzieherischen Gestus, mit großer Souveränität und Empathie für die Menschen, sparte sie auch das Schreckliche und Verhängnisvolle nicht aus. Als sie 1974 starb, galt sie als „Grande Dame“ der Deutschen Literatur. Noch heute ist in Bollschweil die Atmosphäre dieser ungewöhnlichen Frau gegenwärtig.

„Dem Alten hielt sie die Treue, für das Neue zeigte sie sich empfänglich“, schrieb Marcel Reich Ranicki. „Sie bewährte sich als unermüdliche Sachwalterin der Tradition ebenso wie der Moderne. Und wie sie konservativ und fortschrittlich zugleich war, so lassen sich in ihren Schriften Kunst und Moral, Ästhetik und Engagement nicht voneinander trennen. Sie bilden eine selbstverständliche Einheit.“

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