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Probleme mit Hunden auf landwirtschaftlichen Flächen

Das Thema frei laufender Hunde auf landwirtschaftlichen Flächen ist momentan wieder besonders aktuell. Auch in diesem Jahr haben sich Landwirte massiv darüber beschwert, dass die Hundehalter ihre Vierbeiner auf den landwirtschaftlichen Grundstücken rücksichtslos frei laufen lassen.

Ein Recht auf Erholung in der freien Landschaft steht jedermann zu. Viele Hundebesitzer sind sich aber nicht darüber bewusst, dass die Tiere ihre Notdurft weder in privaten Vorgärten noch in landwirtschaftlich genutzten Wiesen und Äckern verrichten dürfen und ein Betretungsverbot für landwirtschaftliche Flächen innerhalb der Vegetationsperiode besteht. So dürfen landwirtschaftlich genutzte Flächen in der Zeit zwischen Saat und Ernte, bei Grünland in der Zeit des Aufwuchses und der Mahd beziehungsweise Beweidung nicht betreten werden. Jeder Hundebesitzer hat dementsprechend dafür Sorge zu tragen, dass von seinem Hund keinerlei negative Auswirkungen für Mensch und Natur ausgehen.

Nach Paragraph 51 des Naturschutzgesetzes für Baden-Württemberg dürfen landwirtschaftlich genutzte Flächen während der Nutzzeit nur auf Wegen betreten werden. Diese Regelung gilt natürlich nicht nur für Menschen, sondern auch für mitgeführte und zu beaufsichtigende Hunde. Jeder Hundehalter sollte sich in diesem Zusammenhang bewusst sein, dass er mit einem solchen Verhalten gegen geltendes Recht verstößt und diese Verstöße auch mit empfindlichen Geldbußen aufgrund des Naturschutzgesetzes geahndet werden können.

Allgemein gilt, dass die freie Landschaft keine Müllkippe ist. Aufgrund des Naturschutzgesetzes ist jedermann verpflichtet, von ihm anlässlich des Betretens der freien Landschaft abgelegte Gegenstände und Abfälle wieder aufzunehmen und zu entfernen. Unberührt von diesen staatlichen Forderungen haben die betroffenen Landwirte nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch sowohl einen Unterlassungs- als auch einen Schadensersatzanspruch wegen der erfolgten Verunreinigung der landwirtschaftlichen Kulturen. Ein allzu sorgloser Hundespaziergang in der Feldflur kann für den Hundehalter eine äußerst kostspielige Sache werden.

Die Gemeindeverwaltung bittet alle Hundehalter, diese Regeln im Interesse der Landwirtschaft und des Naturschutzes zu beachten und insbesondere den Kot ihres Vierbeiners auf fremden Grundstücken beziehungsweise auf öffentlichen Wegen zu beseitigen.

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