Rathaus

FLÜCHTLINGSzuSTROM STEIGT WEITER STARK AN - gemeinde sucht dringend wohnraum ZUR UNTERBRINGUNG

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
wie Sie sicher den Medien entnommen haben, sind die Flüchtlingszahlen in Deutschland weiter sehr stark ansteigend. Über einen einwohnerabhängigen Verteilungs­schlüssel werden die in Deutschland ankommenden Flüchtlinge zunächst auf die einzelnen Bundesländer und danach weiter auf die Landkreise verteilt. Nach Abschluss des Asylverfahrens werden diese dann zur sogenannten Anschlussunterbringung einwohnerabhängig den einzelnen Gemeinden des Kreises zugeteilt.

Die Zahl der Flüchtlinge, die monatlich dem Landkreis vom Land zugewiesen wird, hat sich weiter dramatisch erhöht. Mussten im Mai und Juni 2015 noch je ca.100 Flüchtlinge untergebracht werden, waren es im Juli bereits 190 und im August werden 300 erwartet!

Auf Grund dieser rasanten Entwicklung kann derzeit daher nicht vorhergesagt werden, wieviele Flüchtlinge die Gemeinde dieses Jahr und in den Folgejahren weiter aufnehmen muss. Bisher ist die Gemeindeverwaltung von 10 Personen pro Jahr ausgegangen. Diese Zahl wird nach dieser neuesten Entwicklung sicher nicht Bestand haben.
 
Die Gemeinde sucht daher weiter dringend leerstehende Wohnungen oder Häuser zur Miete oder gegebenenfalls auch zum Kauf, insbesondere für die Unterbringung von Familien und Ehepaaren, aber auch gerne für Einzel­personen!
 
Im ehemaligen Gasthaus „Löwen“ hat die Gemeinde noch zwei Flüchtlinge unterbebracht. Die beiden Männer aus Gambia bzw. Nigeria „wohnen“ dort schon seit 1½ bzw. 2½ Jahren. Da dieses Anwesen bekanntlich den Eigentümer gewechselt hat, sucht die Gemeinde auch für diese zwei Personen dringend privaten Wohnraum, egal ob für eine gemeinsame oder eine einzelne Unterbringung.
 
Die dezentrale Unterbringung innerhalb der Gemeinde führt nachweislich zur besten Integration und zu weniger Konfliktpotential. Wenn Sie sich also vorstellen können, der Gemeinde Wohnraum zu vermieten oder zu verkaufen, setzen Sie sich bitte mit dem Rathaus in Verbindung (Bürgermeister Schweizer oder Herr Zachow, Telefon 0 76 33 / 95 10-0, E-Mail gemeindebollschweil.de). Mieter wäre die Gemeinde, so dass die pünktliche Mietzahlung gewährleistet ist. Es können auch gerne befristete Mietverträge abgeschlossen werden.
 
Seit 2012 hat die Gemeinde 19 Flüchtlinge aufgenommen, darunter drei Familien mit Kindern, die letzte Familie erst im Juli 2015. Im Umgang mit diesen Flüchtlingen gab es bisher fast keinerlei Probleme, sie waren sehr kooperativ und integrieren sich in das Dorfleben. Einige gehen einer Beschäftigung nach, die Kinder besuchen den Kindergarten und die Grundschule. Sollten wieder erwarten Probleme auftreten, würde die Gemeinde und die von der Gemeinde für die Flüchtlingsbetreuung beauftragte Sozialarbeiterin der Caritas vermittelnd tätig werden.

Helfen auch Sie mit, den Flüchtlingen eine Chance auf ein integriertes Leben in Bollschweil zu geben. Herzlichen Dank!

Ihr Bürgermeister
Unterschrift Bürgermeister
Josef Schweizer

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